Das Flowdrill-Prinzip

Der rotierende Fließbohrer wird unter entsprechen-dem Druck auf das Bauteil aufgesetzt, wodurch so viel Reibungshitze entsteht, dass das Material weich bzw. verformbar wird.
Während des Fließbohrvorgangs entweicht ein Teil des Materials zunächst nach oben.
Der größte Teil aber fließt in Vorschubrichtung und bildet eine Buchse, deren Gesamtlänge bis zum 3
-fachen der Ausgangsmaterialstärke beträgt.

Diese Buchse kann als Lagerstelle dienen, oder es können in einem 2. Arbeitsschritt jetzt genügend Gewindegänge eingebracht werden, um ein stabiles Gewinde mit hohen Auszugskräften zu erhalten.

 
 

Einsatzgebiete

Das Flowdrill-Verfahren findet überall dort Anwen-dung, wo die Materialstärke nicht ausreicht, um genügend Gewindegänge einzubringen oder Durchgangsbuchsen für Lagerstellen herzustellen. Es kann sowohl auf herkömmlichen Ständerbohr-maschinen als auch NC- und CNC-Bearbeitungs-zentren eingesetzt werden.

Weitere Hinweise über die vielfältigen Einsatzgebiete finden sie unter dem Menüpunkt Anwendungen
   

Die Vorteile im Einzelnen

  • Bearbeitung von unterschiedlichen Materialqualitäten wie z.B. Stahl, VA, Stahllegierungen, Aluminium, Messing, Kupfer
  • spanloses Verfahren, ohne Abfall
  • Buchsenlänge bis zum 3-fachen der Materialstärke
  • sehr präzise, mit sehr geringen Toleranzabweichungen
  • schnelle Herstellung durch Taktzeiten von 2 – 6 Sek.
  • hohe Auszugskräfte und Überdrehmomente
  • geringe Amortisationskosten
  • erspart die kostenintensive Montage von Niet-, Schweiß- und Pressmuttern