Flowdrill.

Beschreibung.

Das Starterset beinhaltet die vollständige Grundausstattung um erstmalig mit dem Fließbohren zu beginnen.

Inhalt des Startersets:

  • Spezial-Werkzeughalter mit Aluminiumkühlring Es stehen diverse Werkzeughalter zur Auswahl, je nach Einsatz auf einem BAZ oder der Ständerbohrmaschine.
  • Spannschlüssel Für die korrekte Werkzeugspannung.
  • Spannzange ER32 oder ER25 Für die sicheren und präzisen Werkzeugsitz.
  • Trennmittel zum Fließbohren (FDKS) Für optimale Ergebnisse und Standzeiten.
  • Gewindeformöl (FTMZ) Zur Herstellung erstklassiger Gewinde durch Kaltumformung.
  • Kurzanleitung Eine einfache bebilderte Anleitung. Auf unserer Webseite finden Sie dazu auch ein Video.

Zur Vervollständigung Ihres Startersets wählen Sie einfach Ihre gewünschten Fließbohrer- und Gewindegrößen.

Welche Maschine?

Zum Fließbohren empfehlen wir eine Ständerbohrmaschine mit ausreichender Leistung und einstellbarem Drehzahlbereich. Die Anforderungen variieren mit dem Werkzeugdurchmesser und Wandstärke. In den meisten Fällen sollte dies aber bereits gegeben sein. Selbstverständlich können Sie auch auf ein BAZ verwenden.

Eine Handbohrmaschine alleine ist nicht zum Fließbohren geeigent. Lediglich unser mobiles System "Flow2go" kann hier als Ausnahme gelten.

Flowdrill

Was ist Flowdrill?

Flowdrill bezeichnet ein Hartmetall-Werkzeug, mit dem zusätzliche Wandstärke aus dem Grundmaterial erzeugt werden kann. Dieser spanlose Bohrprozess wird Fließbohren (=Flowdrilling) genannt. Diese lokal erzeugte "extra" Materialstärke kann für ein tragendes Gewinde oder aber auch als Löt-, Schweiß- und Lagerstelle verwendet werden.

Fließbohren von Flowdrill

Unsere Fließbohrer sind in vielen Größen erhältlich. Geeignet ist der Einsatz für Materialstärken von 0,5 bis 10 mm mit Flowdrill-Durchmessern von 1,0 bis 40 mm. Es können alle gängigen Materialien wie z.B. Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Messing sowie auch hochfeste Sonderwerkstoffe bearbeitet werden. 

 

Flowdrill Vorteile.

  • Lokale Erhöhung der Wandstärke
  • Ausreichende Gewindelänge
  • Schneller Prozesszyklus
  • Hohe Genauigkeit
  • Hohe Standzeiten
  • Serientauglich z.B. auf CNC
  • Spanlos

Typische Einsatzfälle.

  • Gewindeverbindungen
  • Dichtflächen 
  • Lager- / Gelenkstellen
  • Löt- und Schweißverbindungen




Sie kennen Flowdrill bereits?

Wenn Sie bereits mit den Flowdrill-Produkten vertraut sind, können Sie Ihre Flowdrill-Produkte einfach online neu ordnen.

Welchen Fließbohrer benötige ich?

Dies unterscheidet sich je nach Ihrem Einsatzzweck. Bitte wählen Sie aus:

Wir arbeiten für

  • Ford
  • Voestalpine
  • Gestamp
  • Dura
  • Martinrea

Kostenloses Flowdrill-Probe anfordern

Fordern Sie unser kostenloses M8 Munsterstück an, oder senden Sie uns Ihre eigene Materialprobe. Wenn möglich fertigen wir Ihr Erstmunster nach Ihren Vorgaben!

Kostenloses Flowdrill-Probe anfordern

Was ist Fließbohren?

Fließformen, auch Reibbohren oder Thermobohren genannt, ist eine Herstellungsmethode, bei der das ursprüngliche Grundmaterial verwendet wird, um die Materialstärke lokal zu erhöhen. Diese zusätzlich erzeugte Materialstärke kann anschließend verwendet werden, um mit einem Gewindeformer ein tragfähiges Gewinde herzustellen. Mit dem Fließformer können Materialien wie Stahl, Edelstahl, Kupfer und Messing von einer Wandstärke 1mm-10mm bearbeitet werden. Der Vorgang geschieht dabei komplett spanlos.

Wie funktioniert Fließbohren?

Der rotierende Fließbohrer wird mit durchschnittlich 2000/min auf das Werkstück aufgedrückt, die hierdurch entstehende Reibungswärme lässt das Grundmaterial unmittelbar weich und verformbar werden. Der Fließbohrer wird dabei innerhalb weniger Sekunden durch das Material geführt und erzeugt einen Durchzug (Buchse), der etwa das 3 bis 5-fache der ursprünglichen Materialstärke betragen kann. Das verdrängte Grundmaterial wird zu 2/3 in Bohrrichtung und zu 1/3 gegen die Bohrrichtung verdrängt. Der entstehende Bund oberhalb kann mit unserem “Flowdrill Standard“ Werkzeug als zusätzliche Wandstärke angedrückt / umgelegt werden oder mit unseren Werkzeugen der Ausführung “Flowdrill Flach“ abgetragen werden. So entsteht eine plane Oberfläche. Die ausgeformte Buchse kann anschließend als Löt-, Schweiß-, oder Gewindeverbindung verwendet werden. Wir empfehlen hier das Verwenden eines Gewindeformers, wodurch das verformte Grundmaterial erhalten bleibt und durch diesen ebenfalls spanlosen Formprozess höhere Drehmomente und Auszugskräfte erreicht werden.

Ist das Flowdrill Verfahren eine geeignete Alternative gegenüber einer Nietmutter, Pressmutter, Schweißmutter und Gewindeeinsätzen?

JA! Fließbohren ist ein sehr zuverlässiger Prozess und Fehlerquellen wie Durchdrehen bzw. Durchrutschen oder ein nicht angezogenes Gewinde, wie bei einer Nietmutter oder Pressmutter, sind ausgeschlossen. Ein durch Flowdrill hergestelltes Gewinde, kann sehr hohe Auszugs- und Drehmomentkräfte aufnehmen. Das Fließbohren hat gegenüber Niet-, Press- und Schweißmuttern den weiteren Hauptvorteil, dass es auch in sehr engem Bauraum angewendet werden kann, selbst Anwendungen in Ecken und Wandstegen (bei Aluminium) sind möglich. Das Flowdrill-Verfahren kann schnell und einfach in Ihre Fertigung implementiert werden und lässt sich sehr gut automatisieren. Es sind keine Sondermaschinen nötig. Sie können hierfür Ihren vorhandenen Maschinenpark verwenden, z.B.  vertikale Bearbeitungszentren, Fräsmaschinen, Drehmaschinen oder Ständerbohrmaschinen.

Unsere Fließformwerkzeuge sind für stark beanspruchte Gewinde geeignet und können in allen langspanenden Werkstoffen wie Stahl, Edelstahl, Kupfer und Messing verwendet werden. Bearbeitet werden können Materialstärken von 1mm-10mm. Ausgehend von 2mm Wandstärke können Sie mit einer Standzeit pro Werkzeug von ca. 10000 Bohrungen in Stahl und 5.000 Bohrungen in Edelstahl rechnen.

Flowdrill ist damit die deutlich kostengünstigere und zudem umweltfreundlichere Verbindung, denn es entsteht kein Abfall, herkömmliche Befestigungselemente entfallen und das Werkzeug ist zu 100% recycelbar.